Verkehrsberuhigende Maßnahmen, Fahrbahnteiler und auch vermehrte Kontrollen sind auf der B 145 in Ebensee längst überfällig, um die Auswirkungen des enormen Verkehrs mit täglich bis zu 13.000 Fahzeugen einigermaßen zu mildern.
Wenn man auf der B 145 von Ebensee nach Gmunden fährt, gibt es genau drei (!) Streckenabschnitte ohne Geschwindigkeitsbeschränkung:
- Vom Ortsende Ebensee bis zum Sonnstein-Tunnel (ca. 700m)
- nach der Ortschaft Winkl bis Nachdemsee (ca. 600m)
- zwischen der Tankstelle und der Ortschaft Hochholz vor Beginn des Ortsgebiets Altmünster (ca. 700m)
Dazwischen sind nur Fahrgeschwindigkeiten von 50 oder 70 km/h erlaubt. Es gibt Verkehrsinseln, Fahrbahnteiler und Schutzwege (Zebrastreifen).
Die an der Straße Wohnenden in Traunkirchen und Altmünster haben vielleicht eine bessere Lobby und die Gemeindevertretungen einen besseren Draht zum Land als jene in Ebensee.
Das Positive zuerst: Die immer schon fehlende bauliche Trennung zwischen Straße, Fuß- und Radweg auf der Umfahrungsbrücke über die Traun ist endlich gemacht. Trotzdem erstaunlich, welche Kosten akzeptiert werden, um nicht zusätzlich für läppische 100 Meter einen 50er verordnen zu müssen.
Der Zebrastreifen über die B 145 zum Trauneck soll, wenn es nach dem Land OÖ geht, abgeschafft werden. Der Grund dafür ist eine Unfallhäufung an dieser Stelle. Anstatt dafür zu sorgen, dass zumindest die vorgeschriebenen 50 km/h im Ortsgebiet eingehalten werden, müssen wie so oft die zu Fuß Gehenden zurückstecken. Die Unterführung unter der B 145 (beim Eis Giovanni) ist nicht nur aus Sicht der Barrierefreiheit keine gleichwertige Alternative zum Zebrastreifen! Das Seeufer rückt somit noch mehr in die Ferne.
Auf dem Ebenseer Gemeindegebiet gibt es in Fahrtrichtung Bad Ischl nach Tempo 70 von der Traunbrücke bis zur Abfahrt Rindbach nur die 80er-Beschränkung in Langwies. Eine Fahrgeschwindigkeit, die in diesem Bereich wie aus der Zeit gefallen scheint. Zwischen Schulersteg und Kösslbachbrücke befinden sich mehr als 30 Straßeneinmündungen und private Zu-/Ausfahrten. Nicht nur für Kinder und zu Fuß Gehende, sondern auch für Autos wird das Queren und Abbiegen zum gefährlichen Nervenkitzel oder zur wahren Geduldsprobe.
Bis zu 13.000 Fahrzeuge werden in diesem Bereich täglich gezählt. Dennoch sind es vermutlich eine oder zwei Zufahrten zu wenig, um den starren (sturen?) Vorschriften zu genügen. Der Autoverkehr muss rollen, und das mit der höchstmöglichen Geschwindigkeit.
Vor Jahren stand eine Linksabbiegespur bei der Zufahrt zum Naturmuseum zur Diskussion. Das Projekt ist längst wieder in der Schublade verschwunden. Beim allgemeinem Sparzwang wird es dort wohl nicht so schnell wieder herauskommen. In anderen Orten gibt es Tempolimits zur sicheren Zufahrt sogar für kleinere Einrichtungen, was diese entsprechend aufwertet. In Ebensee scheint sich niemand dafür zu interessieren oder gar zu engagieren.
Auf der ganzen Streckenlänge gibt es nicht einen (!) geschützten Bereich für die Straßenquerung. Das würde sich mit Tempo 80 natürlich auch nicht vertragen.
Wir sind der Meinung, dass die Bevölkerung von Ebensee genauso viel Rücksichtnahme verdient wie in anderen Gemeinden. Und dass verkehrsberuhigende Maßnahmen, Fahrbahnteiler und auch vermehrte Kontrollen längst überfällig sind. Nicht nur, aber ganz besonders in Langwies!




